Maschinelles Lernen in Unternehmen – (k)eine Zukunftsmusik

Es gilt als Zauberwort schlechthin, das die Prozesse in der Fertigung vereinfachen und beschleunigen kann: die Künstliche Intelligenz (KI). In ihrer Ausprägung als „Maschinelles Lernen“ (ML) ist diese Software längst Bestandteil im Alltag und erobert zunehmend auch Industriebetriebe. Maschinelles Lernen erschließt der Automatisierung neue Möglichkeiten: beim Steuern von Prozessen, zur Detektion von Anomalien an Maschinen und Werkstücken oder in der automatisierten Qualitätskontrolle.

Maschinelles Lernen verändert vermehrt die Art und Weise, wie Maschinen konstruiert werden. Lösungen zum Erledigen konkreter Aufgaben müssen nicht mehr – wie bisher – in einen Algorithmus überführt werden, sondern das System soll die Handlungsanweisung eigenständig erlernen. Damit die Modelle aber bessere Lösungen bieten, muss der gewünschte Algorithmus anhand beispielhafter Prozessdaten erlernt werden.

Auch wenn in der Fabrik die Zukunft für Künstliche Intelligenz erst beginnt, gibt es bereits zahlreiche Applikationen zum Verbessern der Maschinenverfügbarkeit und Prozessoptimierung wie beispielsweise die Spracherkennung. Dank KI bieten sich heute ganz neue Möglichkeiten, was Alexa und Co. im Privatbereich eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Warum also nicht auch Maschinen per Sprache intuitiv steuern? Der Anlagenbediener kann direkt in ein Mikrofon sprechen und die Anlage führt den Sprachbefehl aus. Der Nutzen ist deutlich erkennbar. Für unerfahrene Bediener entfällt die oft komplizierte händische Befehlseingabe. Außerdem kann der Mitarbeiter schon während des Sprachbefehls parallel das nächste Bauteil vorbereiten oder aus der Maschine entnehmen. Das spart Zeit und gestaltet Prozesse produktiver. Und noch etwas ist wichtig: Maschinelles Lernen wird erst dann wirklich erfolgreich in Fabrikbetriebe einziehen, wenn die Anwendungen auf die individuellen Anforderungen der Maschine abgestimmt sind.